Realitätscheck

Wir wussten ja, dass ein Profesorengehalt uns nicht unbedingt grosse Sprünge erlauben würde – zumal wenn Frau Mama an einer Privatuni (ja genau, mit Studiengebühren) ihren Doktor macht und zwei Kleinkinder auch noch mit versorgt werden müssen. Aber uns geht es gut. Das Geld reicht, auch wenn wir jetzt am Monatsende häufiger mal rechnen müssen. Wir können den Kindergarten bezahlen, die Uni und eine Haushälterin (ohne die das Studium eh nicht möglich wäre).

Es ist allerdings nicht so einfach, wenn man von Freunden (und Familie) umgeben ist, die keine Geldsorgen kennen. Die ein Ferienhaus haben. Die einfach so mal nach Europa fliegen (mit Kind und Kegel). Die in den Club gehen können. Die kurz gesagt einfach wissen, dass Geld immer da ist und da sein wird.

Dann jedoch treten immer wieder mal Situationen auf, die mir/ uns zurück in die wirkliche Realität dieses Landes vor Augen halten – und nicht diese Parallelwelt der oberen 10.000. So geschehen vor kurzem. Ich habe, mal wieder, Papiere sortiert und dabei festgestellt, dass unsere Dokumentenmappa a) leicht kaputt ist und b) zu klein wurde. Also kaufte ich eine neue und schmiss die alte weg. Einen Tag später erzählte mir dann meine Haushälterin, dass sie unsere alte Mappe nicht wegschmiss, sondern sie mit nach Hause nahm und ihre Tochter sie nun für die Schule nimmt. Normalerweise denken wir immer darüber nach, ob sie die Sachen gebrauchen kann, die wir wegschmeissen würden. Diesmal hatte ich es schlicht vergessen… Und so weiss ich mal wieder: uns geht es gut!

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